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Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des Luftangriffs auf zwei Tanklastzüge am 4. September 2009 in Kunduz

Im Mittelpunkt der Arbeit des Untersuchungsauschusses steht der Luftangriff auf zwei Tankwagen am 4. September 2009 gegen 2 Uhr Ortszeit, die etwa sieben Kilometer südlich der afghanischen Stadt Kunduz bombardiert wurden. Die von deutscher Seite angeforderte Bombardierung forderte, anders als vom damaligen

Verteidigungsminister Franz Josef Jung ursprünglich bekanntgegeben, zahlreiche zivile Todesopfer. Zusammen mit den Obleuten der anderen Fraktionen einigten wir uns am 2. Dezember 2009 darauf, dass sich am 16. Dezember 2009 der Verteidigungsausschuss gemäß Art. 45a GG als Untersuchungsausschuss konstituieren soll. Diese Sitzungen sind anders als die eines "üblichen" parlamentarischen Untersuchungsausschusses in der Regel nicht öffentlich.

Als Hauptkritikpunkte am Verhalten der Bundesregierung müssen die Informationspolitik gegenüber dem Parlament und der Öffentlichkeit sowie die Rechtmäßigkeit und Angemessenheit bei der Umsetzung des Einsatzes benannt werden. Sowohl das Bestreiten ziviler Opfer als auch die vermeintliche Angemessenheit der Vorgänge in Kunduz stellen die Frage nach wahrheitsgetreuen Informationen durch die jetzige Bundesregierung und der Missachtung von NATO-Einsatzregeln, sollten durch den Luftangriff bewusst viele zivile Opfer in Kauf genommen worden sein, um Angehörige der Taliban zu töten.

 

Aktuelle Ergänzung

Wir haben zu Beginn des Untersuchungsausschuss zu den Vorfällen in Kunduz gemeinsam beschlossen, für einen bestimmten Personenkreis öffentliche Vernehmungen zuzulassen. Das war überhaupt der eigentliche Grund, weshalb die Oppostionsparteien nicht auf die Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses nach Art. 44 bestanden haben, der ein viel größeres Maß an Öffentlichkeit und Transparenz bedeutet hätte.

Jetzt hat die Union genau diese öffentlichen Sitzungen mit ihren Stimmen verhindert. Damit verletzt sie Geschäftsgrundlage, denn das kann doch nur bedeuten, dass alle getroffenen Vereinbarungen jetzt zur Disposition stehen und wir uns auf verabredete Regeln nicht verlassen können. Die Koalitionsfraktionen würden uns damit zwingen, auch noch einmal in andere Richtung zu überlegen. Außerdem werden dadurch alle Beteuerungen der Bundesregierung, hinsichtlich der Vorfälle in Kunduz für Transparenz und Aufklärung zu sorgen, als reine Lippenbekenntnisse entlarvt.

Dazu folgende Anträge der Oppositionsfraktionen:

PdfAntrag auf Gegenüberstellung

PdfAblehnung des Öffentlichkeitsausschlusses

 
 
 
 
 

Dokumente Untersuchungsausschuss

PdfAntrag auf Gegenüberstellung

PdfAblehnung des Öffentlichkeitsausschlusses

PdfGemeinsamer Antrag der Bundestagsfraktionen zur Konstituierung des Verteidigungsausschusses als Untersuchungsausschuss

PdfBeweisanträge für den Untersuchungsausschuss

PdfDer Verteidigungsausschuss als Untersuchungsausschuss (Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages)

 

Interviews und Beiträge

Weitere Pressezitate

Interview mit Rainer Arnold zum Kundus- Untersuchungsausschuss im WDR 5 Morgenecho (04.09.2010)

Wieviel Geheimhaltung verträgt Aufklärung? Rainer Arnold im Interview bei Radio Corax über die Bombardierungen in Kundus und den Einsatz der KSK in Afghanistan (31.03.2010)

Rainer Arnold kritisiert Verteidigungsminister zu Guttenberg im ARD-Morgenmagazin (18.03.2010)

Pdf"Abzug im Jahr 2015 durchaus realistisch" - Rainer Arnold zur Perspektive deutscher Soldaten in Afghanistan und der Rolle des Verteigungsministers zu Guttenberg (Passauer Neue Presse, 22.01.2010)

Pdf "Die Union trickst" - Rainer Arnold sieht Hinhaltetaktik beim Kundus-Ausschuss (Frankfurter Rundschau, 20.01.2010)

PdfArnold verlangt von zu Guttenberg Klarstellung in der Leipziger Volkszeitung (14.01.2010)

Pdf "Bundeswehr darf sich der politischen Kontrolle nicht entziehen" Rainer Arnold in der Eßlinger Zeitung (05.01.2010)

Pdf"Desolate Kommunikationsstrategie" - Rainer Arnold verlangt in der Kundus-Affäre lückenlose Aufklärung (Teckbote vom 05.01.2010)

Pdf"... da geht die SPD nicht mit" - Rainer Arnold über Afghanistan, tote Zivilisten und Verteidigungsminister zu Guttenberg in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (03.01.2010)

 

Reden und Äußerungen von Rainer Arnold zum Thema

Beitrag von Rainer Arnold für die Task Force Afghanistan der SPD-Bundestagsfraktion am 25.01.2010: Der Einsatz militärischer Gewalt im Spannungsfeld des Völkerrechts

Erwiderung zu den Worten des Verteidigungsminsters am 16.12.2009

Rede am 16.12.2009 über die Konsequenzen der Bombardierung von Tankwagen in Kunduz am 4. September 2009

Rede am 03.12.2009 über die Verlängerung des ISAF-Mandats für die Bundeswehr in Afghanistan

Rede am 26.11.2009 zur Aussprache des ehemaligen Bundesministers der Verteidigung, Dr. Franz Josef Jung
(Hier als Video)

Rainer Arnold zu den Aussagen des Verteidigungsministers zu Bombenabwürfen auf Tanklastzüge in Nordafghanistan am 09.11.2009

 

Externe Links

Der Einsatz in Afghanistan auf der Internetseite der Bundeswehr

Offizielle Internetseite der ISAF (englisch)

 
 
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