Beitrag der Automobilindustrie zum Klimaschutz

tl_files/bilder/auto.jpgIm Rahmen der derzeitigen Klimaschutz-Diskussion ist auch die im Jahr 1999 getroffene Selbstverpflichtung der europäischen Autoindustrie wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein geraten.

Die Automobilindustrie hat ihre Selbstverpflichtung zum Klimaschutz bisher nicht erfüllt. Für das Jahr 2008 ist ein durchschnittlicher CO2-Ausstoss von 140 g pro gefahrenen Kilometer für die gesamte europäische Fahrzeugflotte vorgesehen worden, bis 2012 sollte es zu einer weiteren Senkung auf 120 g kommen.

Das Versprechen wurde nicht eingehalten. Deshalb ist eine gesetzliche Regelung notwendig, um die Glaubwürdigkeit der Politik zu erhalten, die die Form der Selbstverpflichtung gebilligt hat. Es ist nicht nur eine Frage der Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen, sondern auch eine Frage der wirtschaftlichen Vernunft, CO2-sparsamere Autos zu produzieren. Denn die Nachfrage nach klimafreundlichen Technologien wird weltweit zunehmen.

Nach den Plänen der EU-Kommission sollen die durchschnittlichen CO2-Ausstöße neuer PKW-Modelle bis 2012 auf 130 g pro km durch Verbesserungen in der Fahrzeugtechnik gesenkt werden. Durch den erhöhten Einsatz von Biokraftstoffen soll sich dieser Wert um weitere 10 g auf 120 g pro km verringern. Dies würde auch dem Koalitionsvertrag zwischen SPD und Union entsprechen.

Das bedeutet auch, dass die deutsche Automobilindustrie sich Vorteile durch eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit versprechen kann, wenn sie mit klimafreundlichen Technologien aufwarten kann. Dabei muss aber gewährleistet sein, dass alle Fahrzeuge zum Erreichen des Durchschnittziels beitragen müssen, ob große oder kleine Fahrzeuge. Die Last darf nicht allein bei den deutschen Autoherstellern hängen bleiben, nur weil sie eher größere Fahrzeuge bauen.

Neben Verbesserungen in der Fahrzeugtechnik soll ein Teil der Reduzierung durch die erhöhte Beimischung von Biokraftstoffen erreicht werden. Die Unterstützung von Biokraftstoffen ist insbesondere deshalb wichtig, um größere Anteile fossilen Erdöls ersetzen zu können. Gleichzeitig muss aber die Effizienz der Biokraftstoffe gesteigert und die Gefahr der Schädigung der Regenwälder für die Erzeugung von Biomasse verhindert werden.