Rainer Arnold in Afghanistan

Delegationsreise des Verteidigungsausschusses in Afghanistan

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Vom 10. - 14. Oktober 2006 besuchte Rainer Arnold als Mitglied einer Delegation des Verteidigungsausschusses Afghanistan.

Das Ziel dieser Reise war, einen Eindruck von der aktuellen Sicherheitslage kurz nach der Verlängerung des Mandats von ISAF in Afghanistan zu bekommen und die Wirksamkeit und den Fortschritt des deutschen Beitrags zu überprüfen, sowie einen Einblick in die Situation der Soldaten vor Ort zu bekommen.

Die Delegationsmitglieder reisten jeweils in Afghanistan mit dem Auto bzw. mit der CH 53 GS zu den einzelnen Standorten der Bundeswehr. In Afghanistan war die erste Station Kabul. Nach einem Briefing durch Botschafter Seidt wurde mit dem Sicherheitsberater Dr. Rassoul ein Gespräch geführt. Dieser bestätigte, dass Deutschland zur Stabilisierung des Landes beitrage, so können z.B. mittlerweile 6 Millionen afghanische Kinder Schulen besuchen.

Der Botschafter merkte aber auch an, dass die Unterstützung unbedingt fortgesetzt werden müsse. Besonders im Grenzbereich zwischen Pakistan und Afghanistan müsse man Vertrauen schaffen.

In Kabul trafen die Obleute außerdem den stellvertretenden Verteidigungsminister Nuristani und später Daan Everts, seines Zeichens "Nato Senior Civil Representative". Nuristani bedankte sich für die Unterstützung und informierte über den Zustand der "Afghan National Army".

Weitere Gesprächspartner in Kabul waren: Dr. Khalatbari, der Repräsentant der KAS, sowie der Sonderbotschafter Dr. Frick und PHK Joseph Völker. Rainer Arnold ist hier mit dem parlamentarischen Staatssekretär Kossendey zu sehen (Foto links).

Von Kabul aus ging es weiter ins Camp Marmal in Mazar-e-Sharif. Hier konnten sich die Delegationsmitglieder ein Bild von der Situation in den deutschen Lagern machen. Die Soldaten wohnten noch immer in Zelten, das Essen und sonstige Bedingungen wurden als akzeptabel beschrieben.

180 PRT-Soldaten sind dort für 450.000 Einwohner zuständig. Im Verhältnis zur Bevölkerung entspricht das etwa 18 Soldaten zu 2000 Soldaten im Kosovo.

Auf dem Weg dorthin erfuhr die Delegationsmitglieder am eigenen Leibe, welchen Mobilitätsbegrenzungen man in dieser Region ausgesetzt ist. So konnte der Hubschrauber nur mit offener Heckklappe und sehr dicht über dem Boden fliegen.

Nach weiteren Gesprächen besichtigten die Delegierten das Lager. Am selben Tag ging es dann weiter in das Lager PRT Kundus, wo das Wasserversorgungsprojekt der GTZ und der Welthungerhilfe und eine Schule für Mädchen (GTZ) besichtigt wurden.

Hier wurde den Delegationsmitgliedern wieder die extreme Sicherheitslage bewusst gemacht; in der Nacht gab es einen Lageralarm, da eine Patrouille angegriffen worden war. Der Angriff hatte auf der Straße stattgefunden, die sie selber mehrmals täglich befuhren.

Am letzten Tag flog die Delegation, mit einem Zwischenstop in Termez, wieder zurück nach Deutschland.