Parlamentarisches Patenschafts Programm

Mein Auslandsjahr

09.09.2010

Im Flugzeug

Jetzt ist es endlich soweit! Nach monatelanger Vorbereitung, unzählig ausgefüllten Formularen und einem fertig gepackten Koffer bin ich auf dem Weg in die USA. Es ist ziemlich aufregend und ich bin echt gespannt was mich dort alles erwarten wird. In USA werde ich ein Jahr lang bei der amerikanischen Familie Niemetschek in Florida leben und dort zur High-School gehen. Die Stadt in der ich leben werde heißt Winter Springs, ist ein suburb von Orlando und hat 32 000 Einwohner. Die High School befindet sich in der gleichen Stadt und hat den Namen Winter Springs High School. Von der Größe her ist die Schule mit 2 000 Schülern etwas größer als das LUG.

Ich bin sicher dass es ein erlebnisreiches Jahr wird und ich hoffe dass ich nicht nur etwas von der Sprache mitnehmen kann, sondern auch etwas über die andere Kultur lerne. Vielleicht wird es auch Momente geben in denen ich bezweifle, ob ich es durchhalten werde und in denen ich starkes Heimweh habe, da ein Jahr schon lange ist. Doch die Familie wirkt echt sehr nett und ich glaube, dass die positiven Erfahrungen eindeutig überwiegen werden. Bevor ich gegangen bin habe ich viele Aufmerksamkeiten von Freunden und Verwandten bekommen und möchte noch einmal allen danken die mir mit Karten, Kalendern oder Briefen nur das Beste für das Jahr gewünscht haben.

Heute Morgen bin ich um 7 Uhr von Stuttgart nach Frankfurt geflogen. Der Flug hatte etwas Verspätung, da in Frankfurt die Wetterverhältnisse wegen Nebel schlecht waren. In Frankfurt angekommen habe ich einige Leute getroffen die dasselbe Ziel wie ich haben: ein Jahr in USA zu verbringen. Die meisten von ihnen kannte ich schon aus Weimar. In Weimar war im April eine Woche Vorbereitung für die Stipendiaten des PPPs gewesen. Gerade sitze ich im LH 400 und fliege über den Atlantik. Allein der Flug von Frankfurt nach New York dauert über 8 Stunden! Es gab auch „leichte Turbulenzen“ die wir aber glücklicher Weise gut überstanden haben (obwohl heute Freitag der 13. ist J ) Von New York aus werde ich dann weiter nach Tampa (FL) fliegen. Allerdings fühlt es sich gerade alles noch nicht so real an, für ein Jahr weg!? Es ist noch ein bisschen wie in einem Traum, aber schon jetzt freue ich mich auf nachher, auf New York!! Auch wenn ich dann nicht mehr „ich war noch niemals in New York…“ singen kann.

 

14. August 2010, Tampa, 8.15 (in Deutschland ist es schon 14.15 J )

Gerade befinde ich mich in einem Hotel in Tampa direkt am Strand und man hat eine wunderschöne Aussicht auf das Meer!

Gestern sind wurden wir nachdem wir in New York (JFK) angekommen sind aufgeteilt. Einige mussten mit dem Bus weiter fahren, andere durften dort übernachten und ich bin mit 2 anderen und einem AFS-Betreuer zu einem anderen Flughafen gefahren. Es war irgendwie cool durch New York zu fahren. Manche Dinge haben „total amerikanisch“ gewirkt. Wie zum Beispiel diese riesen Trucks. Hier hat es keine „normalen“ LKWs.

Außerdem ist bei jedem Laden oder bei jeder Gaststätte die an der Autobahn ist ein riesiges Schild in schwindelerregenden Höhen angebracht! An dem anderen Flughafen warteten noch einige anderen Schüler von AFS. Dort habe ich auch Sofie kennengelernt. Sie war die einzige Deutsche die mit mir nach Florida flog. Allerdings wohnt ihre Familie in der Nähe von Miami und so werde ich sie vermutlich nicht oft sehen. Die Ortszeit hier war erst 15 Uhr mittags und unser Flug ging um 17.30 Uhr. Da wir seit dem Essen im Flugzeug nichts mehr zu uns genommen hatten war unser erster Einkauf in Amerika ein Menü beim Burger King. Es hat aber irgendwie anders als in Deutschland geschmeckt. Keine Ahnung wieso :)

Beim Boarding wurden wir alle wieder aufgeteilt und unsere Reise ging zu zweit weiter. Der Flug nach Tampa verlief ohne Probleme und wir haben bei der Landung einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten können! Am Flughafen wartete schon ein AFS Betreuer der uns mit seinem Cabrio zum Hotel gefahren hat. „Die Deutschen“ waren wie jedes Jahr die Letzten und es waren außer uns 2 noch 16 andere Jugendliche die ein Jahr in Florida bleiben werden.

Es gab Leute aus der ganzen Welt: Italien, Frankreich, Ungarn, Türkei, Thailand, Japan, Dänemark… Sofie und ich waren aber beide sehr müde und erschöpft nach der langen und anstrengenden Reise. Wir haben dann kurz mit den anderen geredet sind dann aber hoch in unser Zimmer gegangen. Dort waren außer uns noch 2 Italienerinnen mit denen wir uns sehr nett auf Englisch unterhalten haben. Das Bett war so bequem und ich habe sehr gut geschlafen! Die Reise ging fast 24 h und ich bin froh, dass alles so gut geklappt hat und nichts passiert ist.

 

Auf dem Weg nach Winter Springs, 14 Uhr (bei euch 20 Uhr!)

Das Frühstück heute Morgen war lecker und amerikanisch :) Ich habe Rührei, ein Brötchen und ein Joghurt gegessen. Es gab aber auch noch Donuts, Waffeln, Peanutbutter… Den restlichen Morgen über hatten wir ein „Arrivalcamp“ ein Art Seminar in dem uns noch einmal ein paar Regeln und Hinweise für die kommenden Monategegeben wurden. Anschließend wurden wir in die verschiedenen Regionen Floridas aufgeteilt und haben uns dann mit freiwilligen Fahrern auf den Weg gemacht. Ich bin in der Region „Central Florida“ und fahre gerade mit der Türkin Rüya, dem Thailänder Jed und seiner Gastfamilie Richtung Winter Springs. Dort muss ich zuerst zu einem Arzt wegen einer Untersuchen die man für die High School braucht. Danach werde ich endlich zu meiner Gastfamilie kommen. Es ist schon ziemlich spannend und ich bin sehr aufgeregt… Die Fahr dauert ca. 2 Stunden und man sieht sehr viele Seen in denen es VIELE Alligatoren geben soll. Also werde ich dort wohl nicht baden können :)

 

20.August, Winter Springs, FL

Der letzte Blogeintrag liegt nun doch schon einiges zurück… Aber hier erlebt man so viel, dass man kaum Zeit für einen Bericht hat:) Trotzdem will ich nun meine erste Woche hier in Florida beschreiben.

Als wir am Samstag in Winter Springs angekommen sind, sind wir, wie schon erwähnt, zu dem Krankenhaus gefahren, indem ich einen Test für die Schule machen musste. Dort hat mich aber nicht meine Gastfamilie empfangen, sondern Don und Bonnie. Die Zwei sind für mich während dem Jahr wie eine Tante und ein Onkel, und wurden auch von der Organisation AFS für mich gefunden. Wie alle (die ich bisher kennengelernt habe) Amerikaner waren sie total nett und wir verstehen uns richtig gut. Anschließend sind wir zu meiner Familie gefahren. Auf der Fahrt war ich dann doch etwas aufgeregt und hatte vielleicht auch etwas Angst, was sich aber als umsonst herausstellte.

Mich empfing eine so herzliche Familie, dass man sich einfach wohlfühlen muss. Die Eltern heißen Nancy und Ray und sie haben 3 Kinder. Zurzeit sind nur 2 davon daheim, da ihr ältester Sohn Peter bei der Navy ist. Die zwei anderen sind Heather, die leider morgen wieder nach D.C. zum studieren geht, und Elisabeth, die gleichalt wie ich ist. Es ist wirklich erstaunlich wie „daheim“ man sich nach 6 Tagen bei so einer Familie fühlen kann. Mit der Sprache haben wir bisher überhaupt keine Probleme, da Heather Deutsch studiert und mir so notfalls bei Wörtern helfen kann:) Auch sonst sind sie einfach total offen, haben sich riesig über die mitgebrachte Spätzlespresse, das Englische Buch „German Cooking“ , die Gummibärchen und deutsche Schokolade gefreut und wir verstehen uns echt klasse! Ihr Haus ist sehr groß, schön hell und hart im Garten einen Pool, wie fast alle Häuser hier. Bilder folgen irgendwann noch!

Allerdings sind Nancy und Ray mit Heather gestern Abend nach Washington D.C. gefahren, da bald Heathers nächstes Semester beginnt und sie über den Sommer wieder daheim mit ihren Möbeln gewohnt hat. Elisabeth ist auf einer Freizeit der Kirche und so darf ich seit heute bis Sonntag bei den Rambergs (Bonnie und Don) leben. Sie haben 2 Söhne von denen einer aber zurzeit auf dem College ist. Der Andere heißt Neil und ist 16 Jahre alt.

Sonntags sind wir morgens dort in die Kirche gegangen. Wobei das Wort Kirche hier eben Gottesdienst und Lobpreis bedeutet. Das Gebäude ist nämlich topmodern mit der neusten Technik ausgestattet und es finden fast 4 000 Leute darin Platz. Ich war ziemlich beeindruckt von dem Gottesdienst den man übrigens auch live über die Homepage anschauen kann:
http://www.northlandchurch.net/

In dem Gebäude dort hat es außerdem noch ein Café und einen Buchladen. Es gibt auch einige Möglichkeiten für Kinder, ich vermute so in der Art Kinderkirche. Wenn ihr also einmal sonntagnachmittags Zeit habt, dann schaut doch einfach kurz über die Livecam bei dem Gottesdienst zu. Dort werden auch einige Lieder gesungen, die wir eben normalerweise auf Deutsch singen. Sonntagmittag sind wir in einige riesengroße Einkaufsläden gegangen, in denen man einfach alles finden kann. Gemeinsam wurden die letzten Dinge für die Schule besorgt und das ein oder andere Kleidungsstück gekauft.

Dann ging es bei mir montags auch schon wieder mit der Schule los. Wie schon gesagt heißt die Schule Winter Springs High School und liegt nur ein paar Minuten mit dem Auto entfernt.
http://www.winterspringshs.scps.k12.fl.us/index.php

Die Schule beginnt hier um 7.20 Uhr und endet um 14.20 Uhr. Da man über die Mittagszeit also in der Schule ist hat man entweder 1. oder 2. Lunch/Mittagessen. Insgesamt hat man jeden Tag außer mittwochs 7 Schulstunden. Der erste Lunch (den ich hab) ist nach der 4.Stunden und der 2. nach der 5. Die Schule ist nämlich doch einiges größer und wenn sich die ganzen 2 500 Schüler in der Cafeteria oder im Innenhof aufhalten würden wäre es doch ziemlich eng. Man hat hier außerdem fast jeden Tag den gleichen Stundenplan außer Mittwoch und donnerstags. Diese sind nämlich „Blog Tage“ und man hat an jedem Tag 3 oder 4 Fächer und von denen jeweils eine Doppelstunden. Ansonsten hat man Montag, Mittwoch und donnerstags den gleichen Stundenplan. Die Lehrer haben hier ihre Zimmer und die Schüler dürfen die ganze Zeit über das riesige Schulgelände rennen! Die Klassenzimmer sind mit der neusten Technik ausgestattet und die meisten Lehrer verwenden für ihre Aufschriebe entweder Power Point Präsentationen oder sie schreiben auf ein elektronische Gerät, dass das Geschriebene an der Wand abbildet. Außerdem sind in jeder Klasse unterschiedlich Schüler und so lernt man am ersten Tag auf einen Schlag ziemlich viele Leute kennen. Zu Beginn war die neue Schule total verwirrend aufgebaut. Aber innerhalb einer Woche kennt man sich doch ganz gut aus und mittlerweile muss ich nur noch ganz selten nach dem Gebäude fragen :)

Es gibt aber noch einige andere große Unterschiede zu Deutschland: die Pünktlichkeit. Am LUG kann es gut sein, dass man mal ein paar Minütchen zu spät kommt weil man noch mit einem anderen Lehrer etwas besprechen musste oder auf der Toilette war. Das geht hier überhaupt nicht. Sobald die Klingel das Ende der Stunde verkündet rennen alle aus dem Klassenzimmer zu ihrem andern Raum. Bevor der Unterricht beginnt läutet es eine Minute davor noch einmal. Man hat also zwischendrin kaum Zeit, da die meisten Lehrer recht pingelig mit dem Zuspätkommen sind. Im Falle, dass man während dem Unterricht aufs Klo muss, hat der Lehrer eine Unterschrift in den Schülerkalender abzugeben. Hier bekommt jeder Schüler einen Kalender seiner Schule, indem es extra eine Seite dafür gibt. Damit kann man dann zur Toilette und falls man einem Lehrer begegnet, darf man seine „Bestätigung“ zeigen.

Und dann gibt es da noch die „außer schulischen“ Aktivitäten. In Deutschland praktiziert man seinen Sport und seine Musik ja meistens außerhalb der Schule. Hier nicht! Die Sporthalle sieht aus wie in High-School-Musical. Auf den Wänden und auf dem Boden ist riesen groß das Logo der Schule und man hat unzählige Plätze für die Basketballspiele. Neben der Halle hat es außerdem noch ein Baseballspielfeld, Tennisplätze, Softballplätze, 2 Footballfelder und Parkplätze (für die Seniors, also der älteste Jahrgang hat es sogar extra Parkplätze). Es ist also echt riesig! Für mich ist es eine ganz neue Erfahrung aber ich bin bisher jeden Tag wieder über etwas neues erstaunt!!

 

25.August 2010, Winter Springs

In meinem letzten Bericht habe ich die Schule beschrieben. Jetzt will ich einmal von meinem ersten richtigen Wochenende hier erzählen. Wie ich ja schon geschrieben hatte war ich über das Wochenende bei den Rambergs. Freitagabend haben wir einen Film angeschaut. Natürlich auf Englisch:) Ich habe dabei zwar nicht jedes Wort verstanden, aber die Rahmenhandlung, und so den Film auch verstanden.

Samstags sind wir dann morgens zum „Car Wash“ gegangen. Dort durften ich mit einigen anderen Jugendlichen der Band von 8-10Uhr Fahrzeuge waschen. Wir hatten sehr viel Spaß und es wurde auch einiges eingenommen. Diese Aktion der Band ging den ganzen Samstag und in jeder Schicht waren andere Leute dran. Das Geld wurde für einen Ausflug den die Band nach New York macht gesammelt. Da es am Samstag sehr heiß war wurde uns es dann auch ziemlich warm und anschließend sind wir, als wir bei den Rambergs daheim waren, alle mit Klamotten in den Pool gesprungen! Anschließend haben wir zusammen gekocht und mittags wurde gebatikt. In Deutschland ist ja Batiken eher was für Freizeiten oder so, hier sieht man jeden Tag Leute in der Schule die gebatikte T-Shirts anhaben. Es ist also durchaus normal, wie auch das Tragen von Sportschuhen oder Badeschlapper mit Socken… Tja die Schüler sind anders:)

Der Nachmittag wurde dann also mit T-Shirts färben verbracht und abends ging es zu einem 16.Geburtstag. Es war eine Überraschungsparty für ein Mädchen aus der Band und es war richtig cool! Sie hat sich riesig gefreut und es war ein sehr netter Abend! Von einigen wurde ich dann auch über Deutschland „ausgefragt“. Sie wussten nur von Deutschland von der Love Parade (weil eine Techno Musik hört) und von den Autobahnen auf denen man unbegrenzt schnell fahren kann:)

Sonntagmorgen bin ich bevor wir gefrühstückt haben noch eine Runde im warmen Pool geschwommen und dann ging es zum Strand! Wir sind ungefähr 35min gefahren und es war ein richtig schöner Strand. Das Meer total blau und ein feiner Sandstrand von dem es nicht weit zu den Duschen und den Parkplätzen war! Nachdem wir dort den ganzen Mittag mit schwimmen, Football und Fußball spielen, im Schatten ausruhen und verbracht haben, ging es wieder nach Hause. Anschließend hat mich Don wieder zu meiner „normalen“ Familie gebracht, die das Wochenende gut überstanden hatten. Aber wegen der zig tausend zurückgelegten Meilen etwas müde waren. Im Gesamten war es ein wunderschönes Wochenende, ich hatte eine Menge Spaß, habe neue Leute kennengelernt und ich freue mich schon auf die Kommenden!

 

5.September

Nun bin ich schon 3 Wochen hier und erlebe doch immer wieder Neues! Am Freitagabend hatte das Football Team meiner Schule das erste Spiel der Saison. Dabei hatten aber nicht nur die Footballspieler ihren Auftritt, sondern außer ihnen waren auch noch die Cheerleader, die Marchingband, eine Art Tanzgruppe und „Fahnenschwingerinnen“ dabei. Da ich in der Marchingband bin haben wir vor dem Spiel und in der Halbzeit auf dem Feld gespielt. Es hat total viel Spaß gemacht, und war toll zu sehen wie viel den Schülern hier an ihrer Schule liegt. Sie haben eine Menge von Sprüchen oder Tänzen die während dem Spiel praktiziert werden. Dazu spielen meistens die Trommler der Band. Außerdem hat jeder einige T-Shirts der Schule, von denen es unzählige Versionen gibt. Bei unserem Auftritt zu Beginn haben wir uns in dem Kürzel der Schule (WSHS=Winter Springs High School) aufgestellt und zuerst das Lied der Schule und dann die Nationalhymne von Amerika gespielt. Während der Halbzeit war es ein richtiger Marchingauftritt; während dem Spielen läuft man über das Feld und da lief eben nicht nur die spielende Band übers Feld sondern auch noch die Mädels, die Fahnen schwingen. Es ist vielleicht nicht so leicht vorstellbar, wie das dann aussehen mag. Hier ist ein Link zu einem Marchingauftritt meiner Schule.http://video.google.com/videoplay?docid=-1963303400779236311#

Das Video wurde zwar 2005 gedreht, und ist so nicht mehr topaktuell, aber ein gutes Beispiel dafür wie so etwas abläuft. Am Ende hat unser Team zwar verloren, aber wir hatten viel Spaß und es war ein toller Abend. Damit unser Auftritt auch gut klappt haben wir als Unterrichtsfach Band. Dort üben wir die Stücke und lernen neue dazu. Allerdings hat es 2 verschiedene Klassen, sonst wären wir zu viele in einem Klassenzimmer!! Dienstag und Donnerstagnachmittag bleiben wir dann noch bis um 17.30 Uhr in der Schule und üben auf dem Football Feld, wie wir dort marschieren müssen. Es ist wirklich nicht einfach und dann kommt auch noch diese Hitze dazu. Wenn man nachmittags bei praller Sonne zwei ein halb Stunden auf einer Wiese herumläuft, wird diese fast unerträglich.

Ansonsten ist es angenehm im Pool baden zu können, sommerliche Temperaturen zu haben oder sich einfach mit einem guten Buch in die Sonne zu legen. Dabei ist es hier wichtig, dass man sehr viel trinkt und sich eincremt!! In den Einkaufsläden, der Schule und allen Häusern ist es aber klimatisiert, so dass im Haus kühlere Temperaturen herrschen. In manchen Läden hier ist es fast zu kalt, aber oft ist es sonst zu warm für Produkte. Was ich auch noch amüsant finde, dass es hier einen ALDI hat. Ich war doch sehr überrascht, als ich das Logo des ALDI´s auf einem Prospekt gesehen habe. Hier werden zwar amerikanische Produkte geführt, ansonsten ist es aber ähnlich wie in Deutschland aufgebaut. Zurzeit haben wir ein „längeres“ Wochenende, weil am Montag „Labor Day“ ist. Den gestrigen Abend habe ich mit ein paar Jugendlichen aus der Band verbracht und wir hatten viel Spaß! Es ist toll Dinge kennen zu lernen, die wir in Deutschland nicht haben und hier selbstverständlich sind.

Ob verschiedene Spiele oder Dinge zum Kochen und Essen, es ist eine andere Kultur und es ist interessant diese Kleinigkeiten langsam kennen zu lernen. Man lernt Dinge hier zu schätzen und andererseits vermisst man auch Deutsche Sachen… Mir geht es hier allerdings sehr gut, und ich bin unheimlich froh, dass ich mich so gut mit der Familie verstehe. Ich glaube, dass das eine wichtige Voraussetzung für ein Jahr des Zusammenlebens ist! Wie auch immer :) In nächster Zeit werde ich auch einige Bilder von dem Haus der Familie und anderen Dingen hier in meinen Blog stellen, damit man sieht wo ich hier lebe.

Katharina Baumann

 

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