Pressemitteilung

Arnold: Bafög um 10 Prozent erhöhen

Soziale Herkunft nach wie vor maßgeblich

NÜRTINGEN/KIRCHHEIM (pm). Die geplante Erhöhung des Bafög ist für den Nürtinger Bundestagsabgeordneten Rainer Arnold (SPD) angesichts sinkender Studierendenzahlen nicht ausreichend. Der SPD-Abgeordnete fordert eine Anhebung von zehn Prozent im nächsten Jahr.„Deutschland braucht mehr Studierende. Das Bafög ist dabei ein wichtiges Instrument gerade Menschen aus sozial schwachen Familien eröffne es die Chance zu studieren“, sagte er.

Nach dem Willen des SPD-Bundestagsabgeordneten muss die anstehende Erhöhung des BAföG deutlich spürbar ausfallen. Die von der Bundesbildungsministerin für den Haushalt 2008 angemeldete Erhöhung der Bedarfssätze um 5 Prozent reiche bei weitem nicht aus.„Dies würde nicht einmal die seit der letzten BAföG-Reform in 2002 gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgleichen“, sagte Arnold. Die SPD kämpfe deshalb für eine BAföG-Erhöhung im nächsten Jahr um 10 Prozent.

Das BAföG sei ein zentrales Instrument, um auch Menschen aus sozial schwachen Familien das Studieren zu ermöglichen. Eine aktuelle Studie des Deutschen Studentenwerks zeige, wie wichtig eine BAföG-Erhöhung sei: Denn danach studieren 83 von 100 Akademikerkindern, aber nur 23 von 100 Kindern aus Nicht-Akademikerfamilien. Deutschland brauche mehr Studierende. Deswegen müssen, so Arnold, die finanziellen Hürden abgebaut werden, die einem Studium entgegenstehen. Nur so könne man dafür sorgen, dass auch in Zukunft genügend hoch qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stünden

Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Studienanfänger um 4 Prozent gesunken. Derzeit liege die Studienanfängerquote in Deutschland unter 40 Prozent und damit weit unter dem OECD-Durchschnitt.„Diesen negativen Trend müssen wir stoppen“, sagte er.„Nur ein starkes BAföG eröffnet denjenigen die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen, die nicht das Glück hatten, in ein wohlhabendes Elternhaus hineingeboren worden zu sein.“ Arnold abschließend: „Es ist deshalb zu hoffen, dass auch die Union den Weg frei macht für eine BAföG-Reform, die ihren Namen auch verdient.“

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