Pressemitteilung

Arnold: Gesundheitsreform erreicht gesetzte Ziele

Reform führt zu mehr gesundheitsbewusstem Verhalten

NÜRTINGEN(vhas). Erste Erfolge der Gesundheitsreform zeichnen sich nur wenige Monate nach Inkrafttreten der Neuregelungen ab. Die Krankenkassen verbuchen zum Teil zweistellige Einspareffekte und schreiben erstmalig seit langem wieder schwarze Zahlen. Einige Kassen haben darauf hin bereits ihre Beitragssätze gesenkt. Während die generelle Zahl der Arztbesuche gesunken ist, werden Vorsorgeuntersuchungen deutlich mehr in Anspruch genommen. Für den Nürtinger Bundestagsabgeordneten Rainer Arnold (SPD) ist dies ein Nachweis, dass die Reform nicht nur mehr Kosten- sondern auch mehr Gesundheitsbewusstsein schafft.

Entgegen manch warnenden Vorhersagen kann nach den ersten Monaten seit Inkrafttreten der Gesundheitsreform kein Rückgang gesundheitlich gebotener Arztbesuche festgestellt werden. Im Gegenteil. Im ersten Quartal 2004 seien zwar die Ausgaben für ärztliche Behandlungen und Leistungen deutlich zurückgegangen. Einen Zuwachs von über 20 Prozent konnte dagegen bei Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen festgemacht werden. Nach der ersten Zwischenbilanz sieht der SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold den Kurs der Bundesregierung im Gesundheitswesen bestätigt: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Entwicklung der letzten Monate zeigt, dass die Reform erfolgreich ist. Unser Gesundheitssystem wird effektiver und gesundheitsbewusstes Verhalten wird gefördert.“

Erstmalig seit zehn Jahren schrieben die gesetzlichen Krankenkassen im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen. Überschüsse von knapp einer Milliarde Euro konnten die Kassen verbuchen. Vor einem Jahr hatten sie im gleichen Zeitraum noch ein Defizit von über 600 Millionen Euro verkraften müssen. Einige Kassen haben bereits ihre Einsparungen an die Versicherten weitergegeben und die Beitragssätze gesenkt, sagte Arnold.

Die Einnahmen der Kassen stiegen von Januar bis März um knapp 2 Prozent, rückläufig um 3,5 Prozent waren die Ausgaben. Mit 15 Prozent gingen die Ausgaben für Arzneimittel am stärksten zurück. Einsparungen um 12 Prozent wurden durch die Reform bei Hilfsmitteln und 11 Prozent bei Fahrkosten erzielt.

Auch die gesunkenen Ausgaben beim Krankengeld um 12 Prozent und den nunmehr niedrigsten Krankenstand seit der Wiedervereinigung sei eine erfreuliche Entwicklung. Derweil sei es den großen Versorgungskassen gelungen, den dramatischen Mitgliederschwund zu stoppen.„Auch dies trägt zur Stabilisierung der solidarischen Krankenversicherung bei“, so Arnold.

Neben den kostensenkenden Maßnhahmen würden laut Arnold nun zunehmend auch die strukturellen Änderungen der Gesundheitsreform greifen. Der Bundestagsabgeordnete nannte in diesem Zusammenhang die Hausarzt-Netze und Gesundheitszentren, die ambulante Versorgung in Krankenhäusern, die integrierte Versorgung und die Bonusprogramme der Krankenkassen.„Der Wettbewerb um die bessere Qualität und die verstärkte Wahlmöglichkeiten der Versicherten hat eingesetzt“, sagte Rainer Arnold.

Zurück