Pressemitteilung

Arnold: Organspende rettet Leben

Bund leistet jährlich eine Milliarde Euro Fördermittel

NÜRTINGEN/KIRCHHEIM(pm). Viele schwerkranke Menschen können durch eine Organtransplantation wieder zurück in ein normales und selbständiges Leben finden. Vorausgesetzt, es gibt genügend Spenderinnen und Spender. Der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold (SPD) möchte Menschen ermutigen, sich mit der Frage, ob sie Organe spenden möchten oder nicht, zu beschäftigen.

Vordrucke für Organspendeausweise sind im Wahlkreisbüro von Rainer Arnold kostenlos erhältlich. Die Ausweiskarten werden vom Bundesministerium für Gesundheit herausgegeben und entsprechen den Anforderungen des Transplantationsgesetzes. Im seit 1997 geänderten Organspendeausweis kann man das Einverständnis zur Organspende entweder generell erteilen, oder man kann es auf bestimmte Organe oder Gewebe einschränken oder einer Organspende widersprechen. In der Zeile "Anmerkungen /Besondere Hinweise" kann man eine Person benennen, die im Todesfall benachrichtigt werden soll. „Der Organspendeausweis wird an keiner offiziellen Stelle registriert oder hinterlegt“, sagte Arnold.

Der Organspendeausweis, den der spendebereite Bürger bei sich trägt, schaffe Klarheit. Wenn er nicht vorliegt, müssen im Fall eines Unfalls oder einer plötzlichen schweren Erkrankung ansonsten die Angehörigen entscheiden; der Betroffene hätte dann keine Möglichkeit mehr, sein Persönlichkeitsrecht wahrzunehmen. Zudem entlaste der Ausweis die Angehörigen in einer bedrückenden Situation von einer schwerwiegenden Entscheidung. Dabei müsse niemand fürchten, sich ein für allemal festzulegen. Arnold: „Wer seine Einstellung zur Organspende ändert, muss lediglich die alte Erklärung vernichten. Auf einem neuen Ausweis kann man seine geänderte Einstellung festhalten.“Außerdem sei es sinnvoll, die Angehörigen oder eine andere Vertrauensperson über den geänderten Entschluss zu informieren.

Es ist auch möglich, seine Erklärung einfach nur auf einem Bogen Papier formlos festzuhalten. Eine testamentarische Erklärung wäre jedoch nutzlos, da ein Testament zu einem Zeitpunkt eröffnet wird, an dem es für eine Organentnahme zu spät ist.

Es sei sinnvoll, den Organspendeausweis bei den Personalpapieren mit sich zu tragen, da in einer Unfallsituation hier als erstes nachgeschaut wird, um die Angehörigen verständigen zu können. Man kann den Ausweis aber auch bei Angehörigen oder einer nicht verwandten Vertrauensperson hinterlegen.

Fragen zum Thema Organspende beantwortet das Infotelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 0800-9040400 montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 16 Uhr. Ausführliche Informationen zum Thema sind auch im Internet unter www.organspende-info.deabrufbar. Die Vordrucke für Organspendeausweise sind im Wahlkreisbüro Rainer Arnold, Gerberstr. 4 in Nürtingen erhältlich oder kostenlos telefonisch unter 07022-211920 anzufordern.

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