Pressemitteilung

Arnold schreibt an von der Leyen:

Helfen Sie den Schlecker-Frauen! - Bundesregierung soll Kredite für Auffanggesellschaft geben

Bundesregierung soll Kredite für Auffanggesellschaft geben - Elf Filialen im Wahlkreis Nürtingen betroffen

NÜRTINGEN (pm). Angesichts der drohenden Schließung von Schlecker-Filialen auch im Wahlkreis Nürtingen forderte der Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold (SPD) die Minister von der Leyen und Rösler in einem Schreiben auf, mit Krediten zu helfen. Damit würde eine Auffanggesellschaft möglich, die verhindert, dass die betroffenen Frauen direkt in die Arbeitslosigkeit fallen.

In seinem Schreiben greift Arnold eine Initiative des baden-württembergischen Finanz- und Wirtschaftsministers Nils Schmid auf, der sich ebenfalls für eine Transfergesellschaft einsetzt. Dazu müsste die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 70 Millionen Euro zur Verfügung stellen. „Es ist aber die Bundesregierung, die die KfW dazu anweisen muss“, so Arnold.

Allein im Wahlkreis Nürtingen sollen elf Filialen geschlossen werden. Bisher allerdings wird der dringend benötigte Kredit vom Bundeswirtschaftsministerium verweigert. Begründet wird dies damit, dass es keine „gesamtwirtschaftlichen Gründe“ wie etwa bei Opel gäbe. „Offensichtlich braucht es immer eine starke Lobby bis Gelder fließen“, so Arnold. „Dabei verdienen die Schlecker-Frauen unsere Solidarität. Sie arbeiten hart und können nichts für das unternehmerische Versagen von Anton Schlecker.“

Arnold hofft jetzt, dass sich die Bundesregierung in der Frage des Überbrückungskredites doch noch bewegt. „Auch meine Abgeordnetenkollegen von CDU und FDP sollten sich für die betroffenen Beschäftigten einsetzen“, sagte Arnold.
Komme die Auffanggesellschaft nicht, seien nicht nur bundesweit über 9.000, sondern alle weiteren der 25.000 Arbeitsplätze bedroht. Deshalb sei „jetzt nicht die Zeit für ideologische Scheuklappen,“ so Arnold, „die Schlecker-Frauen brauchen jetzt schnelle Hilfe.“

Ein zweiter wichtiger Punkt in der Diskussion war der Umgang mit Migrantenkindern und deren Förderungen. Das Landratsamt, welches durch die Amtsleiterin für besondere Hilfen, Frau Schwarz, den Leiter des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes im Gesundheitsamt, Herr Dr. Schick, sowie die Fachberatung für die Kindertagesbetreuung, Frau Büschel, vertreten wurde, ist der Meinung, dass das Land in der Sprachförderung auf einem guten Weg ist. In Zukunft würden die verschiedenen Programme, die es bereits gibt, zusammengelegt, so dass die Förderung vereinfacht und optimiert werde. Was die Erkennung von Spracherwerbsstörungen bei Migrantenkindern anbelange, sei es so, dass diese derzeit viel zu spät erfolge. Laut Dr. Schick komme für diese Erkennung auch die Einschulungsuntersuchung im Alter von 4-5 Jahren zu spät. Es sei zu überlegen, wer eine geeignete Diagnostik schon zu einem früheren Zeitpunkt durchführen könnte.

Der Bundestagabgeordnete Arnold meinte abschließend, dass es wichtig wäre, die Einrichtungen noch besser auszustatten und qualifiziertes Personal vorhanden sein müsste, damit frühzeitig richtig erkannt werde, welche Förderung welches Kind benötige. „Die Erzieherinnen können diese Entscheidung nicht treffen, können aber speziell geschult und sensibel gemacht werden, ein Ersatz für qualifizierte Sprachtherapeuten sind sie aber nicht“, so Arnold.

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