Pressemitteilung

Arnold: Wir brauchen endlich gleichen Lohn für Frauen - SPD fordert gesetzliche Regelung zum 'Equal-Pay-Day' am 23. März

SPD fordert gesetzliche Regelung

Equal Pay Day“ am 23. März

NÜRTINGEN. Frauen bekommen noch immer 23% weniger Lohn als Männer – obwohl sie die gleiche Arbeit übernehmen. Zudem sind der Großteil der Beschäftigten, die für Niedriglöhne arbeiten, Frauen. „Deutschland ist Europameister im Diskriminieren“, so der Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold (SPD), „und die Bundesregierung kann sich nicht aufraffen, etwas dagegen zu tun.“

Die SPD hat nun ein Entgeltgleichheitsgesetz vorgestellt, mit dem es endlich gleichen Lohn für Frauen und Männer geben soll. Die Eckpunkte des Gesetzes sehen u.a. vor, dass Arbeitgeber vorhandene Ungleichheiten in einer gesetzlichen Frist beseitigen müssen. In den nächsten Wochen soll das Gesetz in den Bundestag eingebracht werden.

„Schon an der Tatsache, dass Lohnunterschied von 23% schon seit Jahren besteht, zeigt doch, dass endlich gesetzliche Maßnahmen fällig sind,“ so SPD-Mann Arnold. Die Bundesregierung blocke jedoch ab. „Die Familienministerin lehnt gesetzliche Maßnahmen ab und den Ankündigungen der Arbeitsministerin zur Frauenquote in Vorständen und gesetzlichem Mindestlohn sind bis jetzt keine Taten gefolgt. Das ist absolut enttäuschend,“ so Arnold.

Positiv auf den Verdienst von Frauen würden sich dagegen auswirken, wenn weitere Forderungen der SPD Realität würden. Reformen bei Minijobs und Ehegattensplitting, eine gesetzliche Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte und natürlich der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro. Diese Regelungen seien laut Arnold umso wichtiger, als der Lohnunterschied besonders nach Ende des Erwebslebens in vollem Ausmaß sichtbar würde: "Frauen erhalten im Schnitt nur knapp 60 Prozent der Rente, die Männer bekommen", sagte Arnold.

Am Freitag wollen SPD, Gewerkschaften und Frauenverbände am "Equal Pay Day" für gleiche Bezahlung von Frauen demonstrieren. Der Tag ist nicht willkürlich gewählt: Bis zum 23. März, fast drei Monate länger, müssten Arbeitnehmerinnen arbeiten, um das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu erreichen.

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