Pressemitteilung

„Atomenergie und erneuerbare Energien passen nicht zusammen“ Rainer Arnold sieht größte Wachstumspotenziale in der Umweltbranche (Teckbote 05.09.2009)

„Laufzeitverlängerung bremst Innovationsdynamik“

OWEN(pm). Atomausstieg, sichere und umweltfreundliche Energieerzeugung sind Themen, auf die der SPD-Bundestagsabgeordneter Rainer Arnold (SPD) auf seiner Wahlkampftour immer wieder angesprochen wird. Bei seinem Straßenhock in Owen kürzlich diskutierte er darüber mit Bürgerinnen und Bürgern. Arnold machte klar: „Atomenergie und erneuerbare Energien passen nicht zusammen. Jetzt Laufzeiten von Atomkraftwerken zu verlängern, heißt in Wirklichkeit einen Ausbau der Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Biomasse zu verhindern.“

Erneuerbare Energien und Atomkraft passen, sagte Arnold, nicht zusammen. Während Atomkraftwerke (AKW) zentrale Strukturen brauchen und rund um die Uhr Strom produzieren müssen, brauche man für die Nutzung von erneuerbaren Energien genau das Gegenteil: Dezentrale Strukturen mit vielen kleineren Anlagen, die aber hocheffizient sind und sich gegenseitig ergänzen. „Grundlastkraftwerke wie AKWs verhindern nur einen Aufbau solcher wettwerbsstärkenden dezentralen Strukturen“, so Arnold. Unabhängig davon sind die großen Probleme der Atomenergie, wie Restrisiko und Endlagerung weiter ungelöst.

Jetzt längere Laufzeiten zu fordern, heiße in Wahrheit eine zukunftsfähige Energieversorgung zu verhindern anstatt sie schnellst möglich auszubauen, weil das Festhalten an den alten Strukturen die Innovationsdynamik und den Bau neuer Anlagen bremst. Zudem verhindern sie den Ausbau der Kraftwärmekopplung „Das Gerede von der Atomkraft als Brückentechnologie verschiebt den Umbau der Energieversorgung nur in eine ferne Zukunft. Eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung auf der Basis von erneuerbaren Energien sollten wir aber nicht in der Zukunft sondern heute umsetzen.“

Die größten Wachstumspotenziale seien in der Umweltbranche zu verzeichnen. Klima- und Umweltschutz ist ein Jobmotor. Neue Arbeitsplätze entstünden gerade hier. Mit zusätzlichen Mitteln für Forschung und Entwicklung könne von öffentlicher Seite zusätzlich Impulse gesetzt werden.

Dies gelte insbesondere im Verkehrsbereich. Die Automobilindustrie stehe vor einer der größten Herausforderungen. Gelingt es mit Elektroautos eine umweltfreundliche Mobilität zu realisieren, haben deutsche Unternehmen gute Chancen ihre Position am internationalen Wettbewerb zu stärken. „Diese Entwicklung müssen wir vorantreiben, unsere Region, die von der Autoindustrie stark geprägt ist, sollte Modellregion dafür werden.“

Teckbote (5. September 2009)

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