Pressemitteilung

Benachteiligte Jugendliche erhalten Ausbildungsbonus

Benachteiligte Jugendliche erhalten Ausbildungsbonus

Ziel: 100.000 zusätzliche Ausbildungsplätze

NÜRTINGEN/KIRCHHEIM(pm). Junge Menschen, die sich bislang vergeblich um einen Ausbildungsplatz bemüht haben, sollen künftig mehr unterstützt werden. Mit einem Ausbildungsbonus will die Bundesregierung Unternehmen motivieren 100.000 zusätzliche Ausbildungsplätze für so genannte Altbewerber zu schaffen.

Während sich in den letzten Jahren der Ausbildungsmarkt ebenso wie der Arbeitsmarkt positiv entwickelt habe, steige, wie der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold (SPD) berichtet, die Zahl der Altbewerber. Zusätzliche Hilfe für den Einstieg ins Berufsleben verspricht nun das Konzept "Jugend - Ausbildung und Arbeit" des Bundesarbeitsministeriums. Die enthaltenen Maßnahmen zielen darauf, benachteiligte Jugendliche frühzeitig bei der beruflichen Eingliederung zu begleiten und intensiver zu beraten. Zentraler Bestandteil des Konzeptes ist der Ausbildungsbonus, der Arbeitgebern gezahlt wird, wenn sie für förderbedürftige Altbewerber zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen. "Der Ausbildungsbonus soll nicht zu Lasten anderer Bewerber führen, deshalb werden nur zusätzliche Ausbildungsplätze gefördert", sagt Arnold. Als förderbedürftig zählen, so Arnold, Altbewerber, die länger als zwei Jahre vergeblich einen Ausbildungsplatz suchen und maximal über einen Realschulabschluss verfügen.

Die Höhe des Bonusses richtet sich dann nach dem monatlichen Ausbildungsgehalt. Der Ausbildungsbonus beträgt einmal pauschal 4000 Euro, wenn der Azubi weniger als 500 Euro im Monat verdient und steigt bis auf 6000 Euro bei einer Vergütung über 750 Euro an. Finanziert werde der Bonus aus den Mitteln der Bundesarbeitsagentur. Damit seien, so Arnold, auch die Arbeitgeber über ihre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung an den Kosten beteiligt. Ziel sei es bis 2010 mit dieser Maßnahme bis zu 100.000 zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen.

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