Pressemitteilung

Erneuerbare Energien schaffen 130.000 Arbeitsplätze

Mittelstand und Handwerk profitieren

NÜRTINGEN(vhas). Kaum fünf Jahre ist es her, als Deutschland noch von Importen bei der Solar- und Windenergie abhängig war. Doch die deutschen Firmen der Solar- und Windbranche erreichen mittlerweile zweistellige Exportquoten und sichern 130.000 Arbeitsplätze. Einen ganz wesentlichen Anteil an diesem Boom hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beigetragen, sagte Bundestagsabgeordneter Rainer Arnold (SPD). Das vor vier Jahren in Kraft getretene EEG wurde nun novelliert und der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung angepasst. Ziel sei es, dass erneuerbare Energien bis Mitte des Jahrhunderts rund die Hälfte des Energieverbrauchs decken.

Mit der Novelle wird die Förderung von Energie aus Biomasse verstärkt, während für andere Energieformen wie die Windenergie die Degression angehoben wird, sagte Arnold. Mit der verstärkten Förderung der Biomasse werde insbesondere den Landwirtschaft große Chancen zur profitablen Energienutzung als zusätzliches Beschäftigungsfeld eröffnet. Innerhalb der erneuerbaren Energien soll ein breiter Energiemix gefördert werden. Außerdem werde die Härtefallregelung für energieintensive Unternehmen ausgebaut.

Insgesamt wurden im Jahr 2002 durch die Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien rund 50 Mio. Tonnen CO2- Emissionen vermieden - davon beinahe vier Fünftel im Strombereich, also durch das EEG. Deutschland sei mittlerweile Weltmeister bei der Nutzung der Windenergie und Europameister bei der Photovoltaik. Und auch bei anderen erneuerbaren Energien seien deutsche Firmen auf dem Vormarsch, so Arnold. Jüngste Beispiel sei der Bau des ersten deutschen Geothermiekraftwerk in Bad Urach.

Das EEG habe in den letzten Jahren gute Bedingungen auf dem deutschen Markt geschaffen. In kürzester Zeit sei Deutschland bei der Erneuerbaren Energietechnik vom Importeur zum Exporteur geworden: "Die Windenergiebranche hat bereits eine Exportquote von über 20 Prozent, Tendenz stark steigend." Das EEG sei ein Instrument zur Förderung einer mittelständischen Unternehmerschaft mit hoher Beschäftigungswirkung, sagte Arnold. Bereits heute würden über 130.000 Menschen in der Solar- und Windbranche arbeiten. Damit sichern die Erneuerbaren Energien schon heute mehr Arbeitsplätze als die Atom- und Kohleindustrie zusammen. Rainer Arnold erwartet bis 2010 sogar 500.000 Arbeitsplätze bei den Erneuerbaren Energien.

Die Novelle des EEG soll nun dazu beizutragen, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2010 auf mindestens 12,5% bis 2020 auf mindestens 20% zu erhöhen. Als Folge der sinkenden Vergütung, die im Gesetz festgeschrieben ist, und dem Ausscheiden älterer Anlagen aus der Förderung werde die maximale Fördersumme schon 2006 erreicht. "Ab 2007 sinkt die Umlage für Erneuerbare Energien bei steigender Stromerzeugung", erklärte Rainer Arnold.

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