Pressemitteilung

Europa ohne Motor - Die Erosion der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik - Gastbeitrag von Rainer Arnold in Europäische Sicherheit & Technik (02/2012)

Gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD von Leinfelden-Echterdingen, Erich Klauser, besuchte der Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold am vergangenen Donnerstag das IT-Dienstleistungsunternehmen NovaTec – Ingenieure für neue Informationstechnologien GmbH.

„99 Prozent aller Firmen sind kleine und mittlere Unternehmen, 78 Prozent aller Beschäftigten arbeiten hier, bei den Auszubildenden sind es sogar 80 Prozent“, so Arnold. Die Stärkung des Mittelstandes steht deshalb für ihn ganz oben, da eine funktionierende Wirtschaft die Basis für die Finanzierbarkeit sozialer Gerechtigkeit darstellt.

Dafür ist es auch wichtig, Firmen vor Ort und deren Bedürfnisse und Perspektiven gut zu kennen. "Der regelmäßige Kontakt mit den Unternehmen im Wahlkreis gehört ganz entscheidend zur Arbeit eines Abgeordneten", sagt Arnold.

Bei dem IT- Dienstleister, der einen starken Fokus auf das Thema Software-Engineering setzt (also Beratung zum Thema ingenieurmässiges Erstellen und Betreiben von Software anbietet), hatten Rainer Arnold und Erich Klauser Gelegenheit, sich ein Bild darüber zu machen, wie schnell die Entwicklung gerade in der IT voran schreitet und wie unentbehrlich die gesamte IT bereits heute für die Wertschöpfung bestehender Produkte ist.

Die Besucher konnten sich bei NovaTec über aktuelle Herausforderungen in der IT informieren, wie z. B. E-Government Services, Cloud Computing und der Betrieb von Softwareservices im Zusammenhang mit sich ständig ändernden Rahmenbedingungen (hierzu gehören z. B. technologischer Innovationsdruck, Gesetzesänderungen, Time To Market etc.). Dies alles sind Themen, die nicht nur für Baden-Württemberg, sondern auch grenzüberschreitend und damit auf dem globalen Markt immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Auch über Strategien zur Cyber Security wurde ausführlich diskutiert. Generell ist der Mittelstand in Deutschland noch nicht ausreichend sensibilisiert was Cyber Security (Netzwerksicherheit, Industriespionage und kriminelle Eingriffe auf die IT der Unternehmen, wie z. B. Denial of Service) angeht. Hier ist es wichtig, dass die Politik Strukturen schafft, damit der Mittelstand gut beraten ist und sich ausreichend schützen kann.

Es geht hierbei sowohl um Angriffe von innen, wenn also Mitarbeiter bewusst oder unbewusst IT-Sicherheitsrisiken darstellen, wie auch um Angriffe von außen, beispielsweise durch Trojaner, Viren oder Würmer.

Natürlich ist in diesem Bereich Vorsicht in Bezug auf das Kosten- und Nutzenverhältnis geboten, denn niemandem ist geholfen, wenn Unternehmen unnötig viele Ressourcen und Kapital für die Netzwerksicherheit aufwenden. Es kommt auf einen gezielten Schutz an. Also dort schützen, wo es Sinn macht.

In seiner Rolle als verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion hat Rainer Arnold auch weitreichende Aspekte zur Komplexität von IT-Lösungen im Sicherheitsbereich kennengelernt. Dabei wurde auch über den Trend diskutiert, dass Verteidigung in Zukunft mehr und mehr ein Softwarethema wird. Rainer Arnold konnte sich davon überzeugen, wie ein High-Tec IT-Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung, aktuellstes Know-how und schwäbische Qualitätsmentalität vereint.

NovaTec engagiert sich besonders stark dafür, Nachwuchskräfte für die IT zu begeistern. Dies reicht vom Engagement in Schulen über Kooperationen mit Berufsschulen und Hochschulen/Universitäten bis hin zur aktiven Unterstützung von neuen Lehr- und Forschungsverbänden.

Großes Interesse zeigten die Politiker bei den Ausführungen zum neuen Herman-Hollerith-Zentrum (HHZ). Bei diesem Zentrum handelt es sich um einen geplanten Masterstudiengang am Standort Böblingen, der IT-Experten auf dem Gebiet des Services Computing an die Spitze führen soll. Designed wird dieser neue Studiengang von der Hochschule Reutlingen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Esslingen sowie der Universität Stuttgart und eventuell der HFT Stuttgart. Der Landkreis Böblingen sowie ein starkes Firmenkonsortium und der Landesverband der Industrie werden dafür sorgen, dass hier ein neuartiger Forschungs- und Lehrverbund als Cluster entsteht, der die Bedeutung Baden-Württembergs als Innovationsstandort ein weiteres Mal unterstreicht und das Zusammenspiel von vielen Firmen und deren Kernkompetenzen zu hochinnovativen Gesamtlösungen unterstützt.

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