Pressemitteilung

Freiwilligendienste erhalten zusätzliche Mittel

NÜRTINGEN(pm). Der Bund wird im nächsten Jahr freiwilliges Engagement stärker als bisher fördern. Auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion werden für Jugendfreiwilligendienste eine Million Euro mehr bereitgestellt, berichtet der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold (SPD). Mit zusätzlichen Mitteln kann auch das Technische Hilfswerk (THW) rechnen: Die Ortsverbände, die Helfervereinigung sowie die Jugend des THW erhalten in 2007 fast 300.000 Euro mehr als im Regierungsentwurf vorgesehen. Damit werde die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen und insbesondere der Jugendarbeit weiter gestärkt.

Freiwillig ein soziales oder ökologisches Jahr zu absolvieren, wird bei Jugendlichen immer beliebter. Im letzten Jahr haben sich über 18.000 Jugendliche im In- und Ausland engagiert. Hinzu kommen fast 4.000 junge Männer, die anstelle ihres Zivildienstes einen Freiwilligendienst absolvierten. Die Bewerberzahl übersteigt bei weitem die Zahl der angebotenen Plätze. Auf Initiative der SPD wird der Bund auf diesen Trend nun auch finanziell reagieren und im nächsten Jahr die Mittel erhöhen. Sie steigen um eine Million von 18 auf 19 Millionen Euro. "Das ist ein großer Erfolg für alle Jugendlichen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren wollen", sagte Rainer Arnold.

Mit diesen zusätzlichen Mitteln könne eine weitere Million Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) aktiviert werden. Das dadurch finanzierte Programm für benachteiligte und bildungsferne Jugendliche gehe über sieben Jahre. Arnold: "Wir können so insgesamt 14 Millionen Euro mehr in die Jugendfreiwilligendienste investieren. Damit wollen wir Jugendliche mit Haupt- und Realschulabschluss sowie Jugendliche mit Migrationshintergrund fördern, die sonst nur schwer Zugang zu den Freiwilligendiensten finden." Der Bundestagsabgeordnete bekräftigte die Vorteile eines freiwilligen Jahres: "Sie sind Lernorte zwischen Schule und Beruf, vermitteln wichtige soziale Fähigkeiten und stärken Selbstständigkeit und Eigenverantwortung."

Die Haushaltspolitiker einigten sich auch auf zusätzliche Gelder die Ortsverbände sowie die Helfer und die Jugend des THW. Die Helfervereinigung sowie die Jugend des THW erhalten zusätzlich 42.000 Euro und haben damit im Jahre 2007 eine Million Euro zur Verfügung. Die Ortsverbände erhalten eine Erhöhung von 250.000 Euro für Pilotprojekte in den Ortsverbänden mit sozialem Charakter und haben damit nun 23,77 Millionen Euro für ihre Arbeit im Jahr 2007 zur Verfügung. Mit seiner ehrenamtlichen Basis von 40.733 aktiven Helferinnen und Helfern in 668 Ortsverbänden stellt das THW eine einzigartige Bundesbehörde dar. Die Ortsverbände zahlen aus den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln den Betrieb von Einsatzfahrzeugen, die Bewirtschaftung der Grundstücke, Materialerhaltung, Wartung und Instandsetzung sowie die Ausbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Mit der Erhöhung sollen insbesondere Ortsverbände mit sozialem Charakter gefördert werden.

"Mit dieser Entscheidung zum Haushalt 2007 setzt der Bund in seinem Verantwortungsbereich ein klares Signal in Richtung Ehrenamt und soziales Engagement, das in unserem Land eine wichtige Rolle einnimmt", sagte Arnold.

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