Pressemitteilung

Günzel hat nichts mehr in der Bundeswehr zu suchen

Arbeitsgruppe Sicherheitsfragen am 5. November 2003

Zur Ablösung von Brigadegeneral Günzel als Kommandeur der KSK erklärt der Verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rainer Arnold:

Die brieflichen Äußerungen des abgelösten KSK-Kommandeurs sind zutiefst verwerflich. Sie spiegeln eine politische Grundauffassung und historisches Verständnis wieder, die in keinster Weise akzeptabel sind.

Brigadegeneral Günzel hat dem Ansehen der Bundeswehr geschadet. Die Entscheidung des Bundesministers der Verteidigung, den KSK-Kommandeur unverzüglich von seinem Amt zu entbinden, wird ausdrücklich begrüßt.

Wer sich in derartiger Weise, wie es Brigadegeneral Günzel getan hat äußert, hat nichts mehr in der Bundeswehr zu suchen. Bei seinem Fehlverhalten handelt es sich um einen Einzelfall, der selbstverständlich weiter zu untersuchen ist.

Es gibt keinen Anlass der Bundeswehr rechtsextreme Tendenzen zu unterstellen. Sowohl der Wehrbeauftragte als auch das Sozial-wissenschaftliche Institut der Bundeswehr haben festgestellt, dass die Streitkräfte ein Spiegelbild unserer Gesellschaft darstellen. Das Prinzip der Inneren Führung ist fest im Geiste und in der Haltung unserer Soldatinnen und Soldaten verankert. Umso verwerflicher sind die Auffassungen von Brigadegeneral Günzel.

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