Pressemitteilung

Handwerkerstunden seit Januar besser steuerlich absetzbar

Mehre Milliarden Euro für Energieeinsparungen an Gebäuden geplant

NÜRTINGEN(pm). Insgesamt 25 Milliarden Euro will die Bundesregierung in den nächsten Jahren zusätzlich für mehr Wachstum und Beschäftigung investieren. Davon profitieren besonders mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe, sagt Bundestagsabgeordneter Rainer Arnold (SPD). Privathaushalte können künftig 20 Prozent der Handwerkskosten von der Steuerschuld abziehen. Weitere Anreize schafft das energetische Gebäudesanierungsprogramm, das ausgebaut wird.

Die große Koalition richtet mit dem vereinbarten Investitionsprogramm ihr Augenmerk besonders auf mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe. Neben zusätzlichen Verkehrsinvestitionen in Milliardenhöhe soll die Baukonjunktur durch ein erweitertes CO2-Gebäudesanierungsprogramm Impulse erhalten. Die bisherige Darlehensförderung soll um direkte Zuschüsse ergänzt werden. Für die energetische Sanierung von Kindergärten und Schulen werden auch Kommunen Darlehen von der zuständigen Kreditanstalt für Wiederaufbau erhalten. Zusätzliche Mittel werden für die energetische Sanierung von Bundesbauten bereitgestellt.

Der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold sagte dazu:"Insgesamt fließen jährlich 1,4 Milliarden Euro in die Gebäudesanierung, zusammen mit der Darlehensförderung werde so insgesamt 28 Milliarden Euro privates Investitionsvolumen angestoßen. Das ist sowohl für den Klimaschutz wie auch für den Arbeitsmarkt ein wesentlicher Beitrag." Für eine schnelle und unbürokratische Vergabe der Fördermittel helfe künftig der Energiepass für Gebäude.

Wer sein Haus oder Wohnung renoviere und modernisiere könne fortan 20 Prozent der Handwerkerkosten direkt von der Steuerschuld abziehen. Die Förderung gelte für Arbeitskosten bis 3000 Euro im Jahr, was einem direkten Steuerabzug von 600 Euro entspreche. "Wir wollen mit der Maßnahme gezielt die Beschäftigung im Handwerk fördern", so Arnold. Privatpersonen erhielten einen Anreiz Modernisierungsmaßnahmen an Handwerker zu vergeben, die auch zum Energiesparen beitragen. Arnold sieht in der Förderung ferner eine gute Maßnahme gegen Schwarzarbeit. "Die Handwerkerstunde ist seit Januar 20 Prozent günstiger, ganz ohne Lohndumping. Ein echter Anreiz für alle Beteiligten", so Arnold.

Haushaltsnahe Dienstleistungen, wie Wohnungsreinigung oder Betreuung von Angehörigen können schon bisher in Höhe von 20 Prozent der Kosten steuerlich geltend gemacht werden. Die Bundesregierung werde Beschäftigungsmöglichkeiten in Privathaushalten künftig noch stärker unterstützen, um dieses Jobpotenzial besser zu nutzen. Arnold kündigte an, über die bestehende Regelung hinaus weitere Steuerermäßigungen für häusliche Betreuung Pflegebedürftiger einzuführen. Die Gesetzesvorhaben sollen allen rückwirkend zum 1.1.2006 in Kraft treten.

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