Pressemitteilung

Rainer Arnold besucht Integrationskurs der VHS Nürtingen

(pm) Nürtingen. Vergangenen Freitag besuchte der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold (SPD) einen Integrationskurs, der von der VHS Nürtingen als Träger durchgeführt wird und sprach mit den Teilnehmern über die Herausforderungen im täglichen Leben.

Die von der rot-grünen Regierung 2005 eingeführten Kurse sind ein echtes Erfolgsmodell. Seit 2005 bis letztes Jahr haben bereits 380 000 Bürger den Kurs erfolgreich absolviert. Allein in den ersten drei Quartalen 2010 haben 49,5 Prozent das vom Europäischen Referenzrahmen beschriebene Niveau B1 geschafft, 37,9 Prozent immerhin A2 (A 1 ist das niederste Niveau), und nur 12,6 Prozent erhielten kein Sprachzertifikat.

Für den Fachbereichsleiter der VHS Nürtingen, Dr. Peter Sindlinger, ist das größte Problem derzeit, dass der Integrationskurs 600 Unterrichtseinheiten aufweist und es seit einem Jahr für diejenigen, die weder das B1 Sprachniveau noch das A2-Niveau erreichen, keinen Wiederholungskurs mehr gibt. Doch gerade die Schwächsten sollte man unterstützen, meint Arnold. „Durch die familiären Lebensumstände, die den Teilnehmern keine höhere Bildung ermöglicht haben, kommen sie hier an ihre Grenzen. Diesen Menschen keine erneute Chance zu geben, sich zu verbessern, halte ich für falsch.“

Sindlinger schlägt eine einfach und sinnvolle Lösung dieses Problems vor: wenn man die 600 Unterrichtseinheiten um 300 erhöhen würde, so dass von Anfang an mehr Zeit für den Sprachlernprozess zur Verfügung steht, dann könnte man eine höhere Erfolgsquote erreichen.

Auch die Neuregelung von Schwarz-Gelb, bei den Alphabetisierungskursen die Mindestteilnehmerzahl von acht auf zehn Personen zu erhöhen, stellt die VHS vor ein Problem. Wenn die Teilnehmerzahl knapp daneben liegt, gibt es keinen Kurs. „Diese Wartezeit ist unnötig“. Würde man endlich die Mittel für Sprach- und Integrationskurse aufstocken, wären diese Maßnahmen nicht nötig, so der Bundestagsabgeordnete. Weiter müsse man endlich die Honorare der Lehrkräfte erhöhen, diese würden nicht angemessen für ihre Leistung entlohnt. „Sprache ist das wichtigste Mittel der Integration, jedoch muss man auch die Gelegenheit schaffen, Sprache zu erlernen und den Sprachlernprozess fördern, wo es geht. Unser politisches Ziel muss es bleiben, Zuwanderer sozial, gesellschaftlich und beruflich zu integrieren“, sagt Arnold.

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