Pressemitteilung

Rainer Arnold, der SPD-Kandidat im Wahlkreis Nürtingen, sieht die Politik in der Bringschuld. (Stuttgarter Zeitung)

Unterensingen. Rainer Arnold, der SPD-Kandidat im Wahlkreis Nürtingen, sieht die Politik in der Bringschuld. Von Thomas Schorradt

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold ist zu lange im Geschäft, um sich Illusionen zu machen. „Nur wenn es uns gelingt, mit den Wählern in einen politischen Diskurs zu kommen, können wir im Wahlkreis etwas bewegen", sagt er. Die Politik sei zwar in der Bringschuld, doch das funktioniere nur, wenn sich die Menschen auch darauf einlassen würden.

Während sich der politische Gegner seiner Einschätzung nach der Diskussion entzieht, ist Arnold fest entschlossen, diese Bringschuld im Namen seiner Partei einzulösen. Er will die Zuschauer runter von der Tribüne in die Arena der politischen Auseinandersetzung holen. „Ich kämpfe mit hohem Einsatz", verspricht er unter Hinweis auf seinen mit Terminen gespickten Wahlkampf-Kalender. Zentraler Bestandteil seiner Bemühungen im Wahlkreis Nürtingen, den er seit elf Jahren im Parlament vertritt, ist „Rainers Straßenhock". 20 Mal lädt der verteidigungspolitische Sprecher seiner Fraktion in den Wochen vor der Wahl zur Polit-Hocketse in den Wohngebieten.

Mit Unterhaltung und Gesprächsangeboten will er dort die Wähler aus der Deckung zu locken. Die Themen, sozialdemokratische Themen, davon ist Arnold überzeugt, liegen auf der Straße: Die in Folge der Wirtschaftskrise gewachsene Sorge um den Arbeitsplatz, das Bemühen, den kriselnden Unternehmen mit neuen Impulsen aus der Umwelttechnologie aus dem Tal zu helfen und die Sorge, das Allgemeingut Bildung könne wieder zum Privileg der Reichen werden. „Wenn der Geldbeutel des Vaters über den Zugang zum Studium ent­ scheidet, läuft etwas schief", sagt Arnold, der die SPD über den Wahlkampf hinaus wieder zur Bildungspartei machen will.

Arnold, über den sicheren SPD-Landeslistenplatz 10 abgesichert, will vor allem bei den Erststimmen Boden gut machen. Nachdem die Grünen ihr langjähriges Flaggschiff Uschi Eid ausgebootet haben, wirft Arnold sein Netz auch in alternativen Gewässern aus. „Gegen eine profilierte Kollegin wie Frau Eid hatte ich bisher immer einen schweren Stand", sagt er.

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