Pressemitteilung

Rainer Arnold und Nils Schmid besuchen Hilite in Nürtingen

„Die Bankenkrise ist voll bei uns angekommen“

MdB Arnold und MdL Dr. Schmid besuchen Hilite in Nürtingen

Unternehmen gut aufgestellt, Bankenkrise bremst weiteres Wachstum

NÜRTINGEN(pm). Die Turbulenzen auf den Geldmärkten bekommt bereits der Mittelstand zu spüren. Der Automobilzulieferer Hilite/Hydraulik-Ring in Nürtingen ist nach eigenem Bekunden mit seinen Produkten „sehr gut aufgestellt“ und auf Wachstumskurs. Der könnte allerdings mangels Kreditgeber verzögert werden. Bundestagsabgeordneter Rainer Arnold und Landtagsabgeordneter Dr. Nils Schmid (beide SPD) sprachen kürzlich mit Geschäftsleitung und Betriebsrat über die aktuelle Situation des Unternehmens.

200 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete Hilite im letzten Jahr an seinen drei Standorten in Deutschland einen historischen Spitzenwert. Nachdem mit 127 Millionen Euro das Unternehmen 2004 einen Einbruch zu verzeichnen hatte ist es nun weiter auf Wachstumskurs. 300 Millionen Euro werde als Ziel in den nächsten fünf Jahren anvisiert, kündigte Geschäftsführer Martin Herrmann an und freute sich zu einem Zeitpunkt mit den Abgeordneten Rainer Arnold und Dr. Nils Schmid ins Gespräch zu kommen, in dem das Unternehmen gut dastehe. Hemmschuh für das erwartete Wachstum könnte jedoch der Fachkräftemangel werden. Auch Hilite habe Probleme offene Ingenieurs- und Technikerstellen mit qualifizierten Fachkräften zu besetzen. Eine Möglichkeit gute Fachkräfte stärker an das Unternehmen zu binden, sieht Arnold darin, selbst auszubilden und eigene BA-Studienplätze anzubieten. „Die Erfahrungen vieler Unternehmen sind sehr positiv, sie schaffen langfristige und höhere Bindungen“,sagte Arnold.

Produktion und Entwicklung des Autozulieferer Hilite findet beides am Standort Nürtingen statt, wo Rainer Arnold, MdB, und Dr. Nils Schmid, MdL, mit Geschäftsführer Martin Herrmann und Werkleiter Markus Wilke sprachen (von links).

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Zu einem weiteren Hemmschuh könnte die derzeitige Bankenkrise werden.„Die Krise ist bei uns voll angekommen“, sagte Herrmann. Die Banken gewähren immer wenige Kredite, diese brauche das Unternehmen aber für weiteres Wachstum. „Wenn durch Geldzurückhaltung der Banken nicht mehr genügend Liquidität vorhanden ist, frisst sich die Krise schnell in die Realwirtschaft hinein“, sagte Dr. Nils Schmid. Arnold fordert in diesem Zusammenhang mehr Kontrollmechanismen. „Jetzt aber ist es erstmal wichtig wieder vertrauen zu schaffen“, sagte er.

Wenngleich Hilite nach eigenen Aussagen mit ihren Produkten für die Zukunft gut aufgestellt sei, bekomme das Unternehmen auch die aktuelle Entwicklung in der Automobilbranche zu spüren. „Die Kaufzurückhaltung der Kunden und der Produktionsrückgang bei den Autokonzernen trifft uns eins zu eins“, so Herrmann. „Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Bankenkrise und die steigenden Rohstoffpreise fallen zusammen und stellen die Branche vor neue Herausforderungen“,sagte Arnold. Hilite setze da aber auf die richtigen Trends, wie Arnold und Schmid sich überzeugen konnten. Beispielsweise sei Gewichtsreduzierung ein zentrales Thema in der Produktentwicklung. Manche Bauteile, die Hilite den Autobauern liefert, sind mittlerweile um die Hälfte leichter geworden. So könne das Unternehmen mit seinen Produkten dazu beitragen den Verbrauch bei den neuen Fahrzeugmodellen weiter zu senken.

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