Pressemitteilung

Rainer Arnold zum Verkauf des Triebwerkherstellers MTU

Der Verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Nürtinger Abgeordnete Rainer Arnold erklärt zum Verkauf des Triebwerkherstellers MTU an den amerikanischen Finanzinvestor KKR:

Daimler-Chrysler verkauft mit MTU einen führenden Triebwerkshersteller für Luftfahrzeuge ohne Not und will damit offensichtlich den von der Regierungskoalition geplanten Gesetzesänderung, mit der die Veräußerungen von Rüstungsbetrieben erschwert werden soll, zuvor kommen. MTU darf nicht nur unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden, sondern ist als Lieferant und Servicepartner für alle wichtigen Fluggeräte der Bundeswehr ein wichtiger Partner.

Mit der Entscheidung zeigt das Daimler Management, dass es im Gegensatz zur Unternehmenskultur in Frankreich offensichtlich nicht bereit ist, seinen Beitrag zur Wahrung nationaler Sicherheitsinteressen zu leisten. Dies ist deshalb ganz besonders ärgerlich, weil gerade die staatlichen Aufträge im Rüstungsbereich für den Wert des Unternehmens MTU bedeutsam sind und bei der schwierigen Situation im zivilen Luftfahrtsektor für eine Grundauslastung des Unternehmens maßgeblich beitragen.

Das Prinzip der Konzernlenker, stets öffentliche Aufträge und Subventionen aus Steuermitteln einzufordern, aber gleichzeitig die sicherheitspolitischen Belange Deutschlands zu ignorieren, zeugt nicht von dem notwendigen Verantwortungsbewusstsein des Managements.

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