Pressemitteilung

Staatliche Förderung für 400.000 Gebaudesanierungen

NÜRTINGEN/KIRCHHEIM(pm). Mit über 2,3 Milliarden Euro hat der Bund in den letzten beiden Jahren energetische Gebäudesanierungen gefördert. Bis 2011 sollen weiterhin rund eine Milliarde Euro jährlich für Zinsverbilligungen und Zuschüsse bereitgestellt werden. Für den Nürtinger Bundestagsabgeordneten Rainer Arnold zeichnet sich jetzt schon ein großer Erfolg des Programms ab:„Über 400.000 Altbauten wurden seit 2006 saniert und rund 107.000 Neubauten in besonders energiesparender Bauweise errichtet“,bilanziert er. Die Senkung des Heizwärmebedarfs sei nicht nur angesichts knapper werdender Ressourcen geboten sondern auch technische Voraussetzung für den Einsatz von erneuerbaren Energien.

Erst wenn der Heizenergieverbrauch deutlich gesenkt werden könne, sei es möglich den Restenergiebedarf mit erneuerbaren Energieträgern zu decken, da sie mit niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeiten, sagte Arnold. So sei das Ziel, bis 2020 einen Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt von 14 Prozent zu erreichen, nur machbar, wenn der Energieverbrauch zugleich kräftig gesenkt werde.

Dass dies ohne Komfortverlust möglich sei, zeigen, wie Arnold bemerkt, die Erfahrungen der letzten Jahre: Rund zwei Drittel der sanierten Altbauten erreichen den Energiestandard eines Neubaus nach der Energieeinsparverordnung oder übertreffen ihn sogar. Mittlerweile biete die bundeseigene KfW-Bank gleich mehrere Förderprogramme für energetische Einsparmaßnahmen an. Neben dem CO 2 -Gebäudesanierungsprogramm für umfassende energetische Sanierungen stehen Bauherren auch Förderungen für Einzelmaßnahmen und Neubauten (z.B. Passivhäuser) zur Verfügung. Wer sich zudem entschließt seine Nachtstromspeicherheizungen zu ersetzen, erhält seit 2008 neuerdings ebenso eine Zuschussförderung.

Auch Kommunen können mithilfe der Programme„Kommunalkredit“ und „Sozial Investieren“ ihre Schulen, Turnhallen oder Kindergärten kostengünstig modernisieren. Besonders finanzschwache Kommunen sowie gemeinnützige Träger und Kirchen erhalten zusätzlich zu den KfW-Darlehen noch Zuschüsse. Der Bund stellt dafür 200 Millionen Euro bereit, so Arnold.

Rainer Arnold begrüßt die Fortsetzung und den Ausbau der Förderung von Energiesparmaßnahmen im Wärmebereich ausdrücklich. „Der große Altbaubestand bietet ein riesiges Einsparpotenzial. Weil aber die Dämmung von Dach und Hauswänden sehr kostenintensiv ist, braucht es staatlich geförderte Finanzierungsmodelle.“

Nähere Informationen über die KfW-Programme können im Internet unter www.kfw-foerderbank.de abgerufen werden.

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