Pressemitteilung

Standortentscheidungen nicht mit dem Rechenschieber treffen - Zukunft der Heeresflieger in Rheine

 

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Berlin/Kreis Steinfurt/Rheine.

Die Zukunft der Heeresflieger in Rheine war Thema eines Gesprächs, welches jetzt Reinhard hlepphorst - Bundesvorsitzender des fliegenden Personals  bei der Bundeswehr (IGTH) - mit dem verteidigungs-politischen Sprecher der SPD-Bundestags-fraktion     Rainer Arnold (Bildmitte) und der Bundestags-abgeordneten                      Ingrid Arndt-Brauer führte.

Für Arnold ist klar, „dass Standortfragen nicht mit dem Rechenschieber entschieden werden dürfen.“ Auch Partikularinteressen von Teilstreitkräften, wie beispielsweise die durchaus  sinnvolle Ansiedlung der Heeresflieger bei der Luftwaffe, seien bei allem Verständnis für  haushaltspoltische Überlegungen zweitrangig. „Der entscheidende Punkt ist, dass die Hubschrauberstaffel die ihr zugewiesenen Aufgaben auch zukünftig ohne jegliche Einschränkungen erfüllen kann. Neben sich verändernden bündnispolitischen   Herausforderungen durch eine Zunahme von Auslandseinsätzen, sind dies wichtige zivile  Aufgaben im Bereich des Heimat- und Katastrophenschutzes“, erläuterte der   Verteidigungspolitiker. Erreichbarkeit und räumliche Nähe seien zentrale Aspekte bei der   Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung in akuten Notsituationen.                          In Zukunft ist damit zu rechnen, dass die Zahl von kleinen, zeitlich begrenzten  Auslandseinsätzen im Rahmen der NATO-Bündnisverpflichtungen zunimmt. Hierzu der  verteidigungspolitische Sprecher: „Deutschland mit seinen Fähigkeiten kann hier seinen  internationalen Einfluss im Bündnis verstärken. Dafür müssen wir genau die Angebote machen, die knapp sind. Die Fluglogistik gehört zweifelsohne dazu“. Das zukünftige Aufgabenspektrum  erfordere ein zunehmendes Maß an Flexibilität und dürfe keineswegs dazu führen, dass zivile Aufgaben sowie der notwendige Ausbildungs- und Trainingsflugbetrieb für die Hubschrauberpiloten nicht mehr in notwendigem Umfang gewährleistet werden könnten, so Arnold weiter. „Für das Aufgabenspektrum der Heeresflieger werden mindestens 60 Hubschrauber benötigt. Mit dieser Anzahl könnten dann beide Standorte - Rheine und Laupheim – erhalten bleiben“, berichtete der SPD-Verteidigungspolitiker.
Arndt-Brauer verwies nochmals auf die umfänglichen Investitionen am Standort Rheine: „In  Bentlage wurden in den letzten zwei Jahren bereits 51 Mill. Euro investiert. Eine Schließung  hieße Steuergelder in erheblichem Umfang zu verschwenden. Außerdem wäre das Gelände der Theodor-Blank-Kaserne kaum zu veräußern und wirtschaftlich nicht sinnvoll nutzbar.“
Die gerade bekannt gewordenen Empfehlungen der Weise-Kommission, u.a. mit der Zielgröße von 180.000 Soldaten, seien eine Ohrfeige für den Verteidigungsminister. Zeigten sie doch nachdrücklich, dass zu Guttenberg mit seinen bisherigen Planungen daneben liege. Das von ihm  favorisierte Modell mit 163.500 Soldaten sei weder finanziell unterlegt, noch entspreche es den sicherheitspolitischen Erfordernissen unseres Landes. Die Ausplanung dieses als gescheitert zu betrachtenden Modelles - mitsamt der damit verbundenen Standortentscheidungen - müsse  unverzüglich gestoppt werden, so der Konsens aller Gesprächsteilnehmer.
„Verteidigungsminister, Verteidigungsministerium und die schwarz-gelben Koalitionäre müssen  die Bundeswehrreform vom Kopf auf die Füße stellen. An vorderster Stelle muss die Leistungs- und  Funktionsfähigkeit der Streitkräfte stehen, alles andere ist dem unterzuordnen“, fordern die  SPD-Politiker und Reinhard Schlepphorst unisono.

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