Pressemitteilung

Stuttgart 21: Lärmbelastung entlang der Gäubahn minimieren

NÜRTINGEN/KIRCHHEIM(pm). Nach der Entscheidung über die Realisierung von Stuttgart 21 fordert Bundestagsabgeordneter Rainer Arnold (SPD) die Lärmbelastungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Durch Stuttgart 21 wird der Bahnverkehr auf der S-Bahntrasse zum Flughafen deutlich zunehmen, weil darüber künftig die Gäubahnstrecke verlaufen werde. „Wir müssen durch geeignete Maßnahmen die Lärmbelastung absolut minimieren, über die Trasse werden in Zukunft mehr und lautere Züge fahren, ohne zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen wäre das für die Anwohner in Leinfelden-Echterdingen nicht zumutbar“, sagte er.

Arnold erinnerte daran, wie sehr die Filderkommunen durch den Flughafenbetrieb und das hohe Verkehrsaufkommen auf der B27 und der A8 ohnehin schon heute lärmbelastet seien. „Die neue Messe wird die tägliche Zahl an Autos und Lastwagen auf den Straßen zusätzlich noch erhöhen. Das müssen wir uns vor Augen halten, wenn wir über Verkehrstrassen auf den Fildern sprechen“, sagte er.

Eine weitere Lärmbelastung drohe nun auf Leinfelden-Echterdingen zu zu zukommen, wenn nicht entsprechende Maßnahmen rechtzeitig ergriffen würden. Nach dem Willen der Planer von Stuttgart 21 wird sich der Fern- und Nahverkehr der Gäubahnlinie fortan nicht mehr auf der alten Trasse in den Stuttgarter Talkessel schlängeln sondern über eine Schleife auf die S-Bahntrasse Richtung Flughafen geleitet, um danach im Tunnel den neuen Hauptbahnhof anzufahren. „Das bedeutet, es fahren dann nicht nur S-Bahnen sondern auch Regionalexpresszüge sowie Fernverkehrszüge auf der Trasse“, so Arnold. Diese zusätzliche Lärmbelastung für die Anwohner in Leinfelden-Echterdingen müsse berücksichtigt und vermieden werden. Dafür müssten jetzt rechtzeitig die Weichen gestellt werden, dass Leinfelden-Echterdingen und seine Bürger Gewissheit haben, fordert Arnold.

Der Bundestagsabgeordnete begrüßte in diesem Zusammenhang zwar die Entscheidung für Stuttgart 21, da die anhaltende Hängepartie nun endlich zu Ende sei. Eine Anbindung an das europäische Schnellbahnnetz und eine direkte Verbindung zum Flughafen sei verkehrspolitisch eine sehr wichtige Maßnahme.„Doch bei einem solchen Großprojekt kann der eine oder andere Planer und Verantwortliche schon mal Gefahr laufen, den Blick für die kleinen Anliegen zu verlieren, die sind für die Bürger aber ganz wesentlich. Darauf müssen wir jetzt in der Umsetzung ganz besonders achten.“

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