Pressemitteilung

Zu Besuch im Ulmer Bundeswehr-Krankenhaus

Ulm - Über aktuelle Herausforderungen für die Angehörigen des Zentralen Sanitätsdienstes informierten sich am 27. Juli 2006 die beiden Bundestagsabgeordneten und Mitglieder des SPD-Fraktionsvorstandes Hilde Mattheis und Rainer Arnold am Beispiel des Bundeswehrkrankenhauses Ulm. Schwerpunkt des Besuches in der Ulmer Klinik waren deshalb insbesondere persönliche Gespräche mit militärischen und zivilen Angehörigen der Klinik.

Bereits bei der Begrüßung durch Oberstarzt Dr. Anselm Kornhuber, stellvertretender Chefarzt des Hauses, entwickelte sich ein angeregtes Expertengespräch über die doppelte Herausforderung, der sich das Bundeswehrkrankenhaus an der Schnittstelle zwischen der Reform des öffentlichen Gesundheitswesens und der Transformation der Bundeswehr zu stellen hat. Denn beide baden-württembergischen Abgeordnete sind ausgewiesene Experten ihrer Fraktion in gesundheitspolitischen bzw. verteidigungspolitischen Fragen. Hilde Mattheis, seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, kennt sich nicht nur als Ulmer Bundestagsabgeordnete sehr gut in Fragen des Bundeswehrkrankenhauses aus, sie ist auch Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages und stellvertretende gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Der gebürtige Stuttgarter Rainer Arnold vertritt seinen Wahlkreis Nürtingen seit 1998 im Deutschen Bundestag und ist Mitglied des Verteidigungsausschusses und verteidigungspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Anliegen der Mitarbeiter im Vordergrund

Beide Abgeordnete interessierten sich beim Informationsbesuch insbesondere für die persönlichen Anliegen der zivilen Mitarbeiter, die mit zeitlich befristeten Arbeitsverträgen angestellt sind. Weiterer Gesprächsstoff ergab sich aus der anstehenden Auflösung des Bundeswehrkrankenhauses in Amberg, die Folgen für das betroffene Amberger Krankenhauspersonal, aber auch ob dies Auswirkungen für das einzige in Süddeutschland verbleibende Bundeswehrkrankenhaus in Ulm haben wird.

Ein weiteres Thema waren die spezifischen Belastungen der Soldatinnen und Soldaten sowie ihrer Familienangehörigen als Folge der Auslandseinsätze des zentralen Sanitätsdienstes. Das Bundeswehrkrankenhaus Ulm hat den Auftrag, medizinisches Fachpersonal für die verschiedensten Einsätze der Bundeswehr auszubilden, in Übung zu halten und zu entsenden.

Breites Spektrum an Aufgaben Herausforderung

Gleichzeitig stellen Soldaten und Mitarbeiter des Hauses aber auch die stationäre und ambulante fachärztliche Versorgung der Soldaten des gesamten süddeutschen Raumes sowie auch ziviler Patienten aus dem Ulmer Umfeld sicher. Außerdem besteht ein Kooperationsvertrag, der das Haus als Akademisches Krankenhaus eng in die studentische Ausbildung der Universität Ulm einbezieht.
Krankenhaus der Maximalversorgung auf universitären Niveau im Inland und - vorrangig - personeller Dienstleister für die hochwertige sanitätsdienstliche Unterstützung im Ausland, diesen Aufgaben gleichermaßen gerecht zu werden, ist sowohl für die Klinik als auch für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine qualitativ herausfordernde Aufgabe.

Zentraler Sanitätsdienst weltweit führend

Rainer Arnold zeigte sich zum Abschluss des Besuches beeindruckt, wie Krankenhaus und Personal, aber auch der gesamte Zentrale Sanitätsdienst ihre Aufgaben im In- und Ausland bewältigen. Arnold: "Der Zentrale Sanitätsdienst ist höchst leistungsfähig und bei Auslandseinsätzen weltweit führend in seinen sanitätsdienstlichen Fähigkeiten. Mein Lob und Dank gilt dafür allen Angehörigen des Sanitätsdienstes". Die Abgeordneten Mattheis und Arnold sagten den Mitarbeitern zu, weiterhin den Verlauf der Reduzierung des Zivilpersonals der Bundeswehr und insbesondere deren Wirkung auf die soziale Lage der Zivilbeschäftigten im Zentralen Sanitätsdienst aus dem parlamentarischen Raum zu verfolgen. "Als Mitglied des Verteidigungsausschusses fühle ich mich den Sorgen und Nöten der militärischen und zivilen Mitarbeiter des Sanitätsdienstes verpflichtet."

Text: Oberstleutnant Joachim Horstmann Foto: Bundeswehrkrankenhaus Ulm

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Die Bundestagsabgeordneten Hilde Mattheis und Rainer Arnold wurden im Bundeswehrkrankenhaus Ulm durch den stellvertretenden Chefarzt Oberstarzt Dr. Anselm Kornhuber begrüßt

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